Ich singe mich happy

Veröffentlicht am 9. Mai 2025

Titelbild von Melanie Weber-Heer

Meinen Lieblingssong kann ich X-Mal am Stück hören und mitsingen. Bis er mir dann nicht mehr so gut gefällt, weil ich ihn zu oft gehört und gesungen habe. Singen entspannt und macht mich glücklich. Egal, wies tönt.

Ich singe schon mein ganzes Leben lang. Am liebsten, wenn ich Autofahre. Auch wenn meine Familie dabei ist. Lustigerweise hat sich nie jemand darüber genervt oder gesagt: «Hör auf zu singen!» Im Gegenteil: Ich konnte folgende drei Reaktionen feststellen: Reaktion 1: Mitsingen. Reaktion 2: mitwippen. Reaktion 3: skeptischer Blick, kombiniert mit einem Grinsen. Fakt ist: Die Stimmung ist immer gut.

Es gab aber eine Zeit, in der ich nicht gesungen habe. Als die Kinder sehr klein waren, ich übermüdet und im Funktions-Modus war. Da habe ich aufgehört zu singen. Nach einer gewissen Zeit kam das Singen wieder zurück. Ich war wieder (mehr) da. Das ist mir erst Jahre später bewusst geworden.

Singen ist ein super Ventil, um Dampf abzulassen, Stress loszuwerden und Energie aufzutanken. Kürzlich lag ich abends total müde im Wohnzimmer auf dem Boden. Energielevel: very low. Intuitiv griff ich zu meinen Kopfhörern, wählte «meinen» Song und sang los. Richtig laut. Das hat mir so gutgetan. Ich konnte mein vegetatives Nervensystem regulieren und Energie auftanken.

Beim Singen atmet man bewusst, tief und gleichmässig. Das stärkt die Atemmuskulatur und kann die Lungenkapazität verbessern. Singen setzt Glückshormone frei, gleichzeitig sinkt der Stresshormonspiegel. Studien zeigen, dass regelmässiges Singen sogar die Abwehrkräfte stärkt.

Viele Menschen haben Hemmungen, zu singen. Was könnten die anderen denken? Ich habe diese Bedenken auch, versuche sie aber immer mehr abzubauen. Ich freue mich immer, wenn ich jemanden im Auto singen sehe. (Leider kommt das nicht so oft vor.) Automatisch lächle ich dann. Das ist wohl das Geheimnis: Singende Menschen sind im Jetzt, sie fühlen den «Beat» und entspannen sich dabei. Das zu sehen, entspannt einen selbst. Deshalb: Singt drauf los, egal wie es tönt! Und im Auto hört es sowieso niemand 😊

 

 

 

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